„Und wie lange hält das?" — das ist eine der ersten Fragen, die wir zu einem CLT-Haus hören. Verständlich: Viele verbinden Holz mit grau werdenden Zaunlatten oder einer morschen Pergola. Eine ingenieurmäßige Holzkonstruktion befindet sich jedoch in einer ganz anderen Lage: überdacht, geschützt, trocken — und genau das ist der Schlüssel zu ihrer Dauerhaftigkeit.
Der Feind des Holzes ist nicht die Zeit, sondern dauerhafte Feuchte
Holz, das trocken und gut belüftet liegt, überdauert Jahrhunderte — das beweisen unzählige alte Kirchendachstühle und Blockhäuser. Das Problem ist ein dauerhaft hoher Feuchtegehalt, denn erst er schafft günstige Bedingungen für Pilze. Die Dauerhaftigkeit hängt also nicht davon ab, wie „stark" das Holz ist, sondern davon, dass die Konstruktion trocken bleibt.
1. Schutz schon während des Baus
CLT-Elemente kommen aus technisch getrocknetem Holz mit kontrolliertem Feuchtegehalt aus dem Werk. Während des Baus ist darauf zu achten, dass sie nicht lange im Regen stehen und die Konstruktion möglichst schnell dicht wird. Hier zeigt sich der Vorteil der Vorfertigung: Da die Montage nur Tage dauert, sind die Elemente der Witterung nur kurz ausgesetzt.
- Temporäre Folienabdeckung auf Decken und Dach.
- Schutz der Elementenden und Stöße während der Montage.
- Feuchtemessung vor dem Aufbringen der Beläge und dem Schließen.
2. Konstruktiver Holzschutz — durch Planung, nicht durch Chemie
Der moderne Holzbau schützt das Holz in erster Linie konstruktiv: Der Sockel hebt die Wände ausreichend über das Gelände, die Abdichtung trennt Holz und Beton, Dach und Traufen halten den Niederschlag fern, und die hinterlüftete Ebene hinter der Fassade sorgt dafür, dass eventuell eingedrungene Feuchte entweichen kann.
Deshalb betonen wir immer: Die Dauerhaftigkeit eines CLT-Hauses entscheidet sich an den Anschlüssen — an den Details von Sockel, Fenstereinbau, Dachanschluss und Nassräumen. Diese werden nicht auf der Baustelle erfunden, sondern in der Ausführungsplanung genau festgelegt.
3. Nassräume und Haustechnik
In Bädern und Küchen erhalten CLT-Wände und -Decken unter den Belägen ein geeignetes Abdichtungssystem, die Leitungen verlaufen möglichst zugänglich in Vorwandinstallationen. Eine Undichtigkeit lässt sich so schnell erkennen und beheben, bevor sie Schaden anrichtet.
4. Und die Insekten?
Technisch getrocknetes, industriell gefertigtes Holz ist für Insekten deutlich weniger attraktiv als feuchtes, unbehandeltes Holz. Die richtige konstruktive Ausbildung — trockenes Holz, geschlossene und verkleidete Oberflächen, geschützte Anschlüsse — ist auch hier der beste Schutz.
Wartung während der Nutzung
Ein CLT-Haus braucht etwa so viel Wartung wie ein konventionelles — der Unterschied ist nur, dass der Weg des Wassers besondere Aufmerksamkeit verdient:
- Dachrinnen und Fallrohre einmal jährlich reinigen.
- Dach und Verblechungen nach starken Unwettern kontrollieren.
- Die Oberflächenbehandlung einer Holzfassade nach Herstellerempfehlung erneuern.
- Die Silikonfugen in den Nassräumen prüfen.
Die Antwort also
Ein gut geplantes und sorgfältig ausgeführtes CLT-Gebäude hat eine Lebensdauer, die mit der konventioneller Konstruktionen vergleichbar ist. Die Voraussetzung ist dieselbe wie bei jedem guten Gebäude: sorgfältige Planung, disziplinierte Ausführung und regelmäßige, einfache Wartung. Deshalb halten wir Planung und Ausführung in einer Hand — im Rahmen der Generalunternehmerschaft stehen wir auch für die Details ein, die über die Dauerhaftigkeit entscheiden.
Wenn Sie sich für die Grundlagen der Technologie interessieren, lesen Sie unseren Einführungsartikel über CLT.