Das Grundstück ist das einzige Element eines Bauvorhabens, das sich nachträglich nicht mehr ändern lässt. Genau deshalb lohnt es sich, vor dem Kauf — noch bevor überhaupt geplant wird — einige Punkte gründlich zu durchdenken.
Lage und Ausrichtung
Die Ausrichtung des Grundstücks bestimmt unmittelbar, wie viel natürliches Licht in das künftige Zuhause gelangt und wie gut sich passive Solarenergie nutzen lässt. Ein nach Süden ausgerichteter Garten eröffnet ganz andere Planungsmöglichkeiten als einer nach Norden.
Erschließung mit Versorgungsleitungen
Wie weit entfernt und mit welcher Kapazität Wasser, Gas, Strom und Kanalisation an der Grundstücksgrenze verfügbar sind, beeinflusst die Anschlusskosten erheblich. Das sollte man schon vor dem Kauf offiziell überprüfen lassen.
Ein auf den ersten Blick günstigeres, aber unerschlossenes Grundstück kann mitsamt den Anschlusskosten leicht teurer werden als ein zunächst teurer wirkendes, aber voll erschlossenes Grundstück.
Bodenverhältnisse
Die Tragfähigkeit des Bodens und der Grundwasserspiegel bestimmen unmittelbar die Art und die Kosten der Gründung. Ein bodenmechanisches Gutachten kann das zuverlässig klären — darauf sollte man nie verzichten, auch wenn es zunächst wie eine überflüssige Ausgabe wirkt.
Baugebiet und Vorschriften
- Bebaubarkeit — welche Grundfläche auf dem Grundstück errichtet werden darf.
- Vorschriften zu Gebäudehöhe und Dachform.
- Die vorgeschriebene Mindestgröße von Vorgarten, Seiten- und Hintergrenzabstand.
Wie hilft das Planungsteam dabei?
Bei diesen Fragen lohnt es sich, bereits in der Phase der Grundstücksauswahl fachlichen Rat einzuholen — so lässt sich vermeiden, ein Grundstück zu kaufen, auf dem das gewünschte Haus am Ende gar nicht oder nur mit erheblichen Kompromissen umsetzbar ist.